Werkstattbericht
Vom Projekt zur Plattform: Warum ich einen Kurs über KI im Projektmanagement gebaut habe

08. Juni 2026
Vom eigenen Bedarf zur Kursidee
Der Kurs „Projekte mit KI steuern“ ist aus Fragen entstanden, die in meinen Projekten immer wieder aufkamen: Wo hilft KI tatsächlich, wo erzeugt sie nur zusätzliche Arbeit, und wie wird aus einzelnen Versuchen eine gemeinsame Arbeitsweise im Team?
Im Kurs geht es darum, KI in Projekten so einzusetzen, dass das ganze Team etwas davon hat, auch ohne technische Vorkenntnisse. Darum, wie der Übergang von „Wir nutzen KI jetzt“ zu „KI ist Teil unserer Arbeitsweise“ gelingt. Und darum, wann sich der KI-Einsatz lohnt und wann nicht.
Die Inhalte kommen aus der Projektpraxis, nicht aus Studien oder Fachbüchern. Jedes Modul ist auf eine konkrete Situation ausgelegt, die Projektverantwortliche kennen.
Wer was verantwortet
Fachlich, didaktisch und inhaltlich verantworte ich den Kurs. Welche Themen hineingehören, welche Situationen die Übungen abbilden, woran eine gute Lösung gemessen wird und welche Praxislücke ein Modul schließen soll, entscheide ich aus der eigenen Projekt- und Trainingsarbeit.
KI unterstützt mich dabei, so wie ich es im Kurs auch für die Projektarbeit empfehle: als Werkzeug, das beim Strukturieren, Prüfen und Gegenfragen hilft. Konkret heißt das:
- Kursstrukturen auf Lücken und Brüche in der Logik prüfen
- Lernziele daraufhin abklopfen, ob sie überprüfbar formuliert sind
- Inhalte auf Widersprüche und fehlende Schritte durchsehen
- Formulierungsvarianten entwerfen, aus denen ich auswähle
Am nützlichsten sind dabei Gegenfragen: „Für welches Vorwissen ist das geschrieben?“ oder „Welches konkrete Problem soll die lernende Person danach lösen können?“ Solche Fragen zwingen zu mehr Klarheit. Und Klarheit vor Aktivität ist eines der wichtigsten Prinzipien, die ich aus der Projektarbeit mitgenommen habe.
Was das für KI im Projektmanagement heißt
Die Erfahrung lässt sich übertragen: KI beschleunigt Denkarbeit, ersetzt sie aber nicht. Sie hilft, schneller zu einem durchdachten Entwurf zu kommen und ihn aus mehreren Blickwinkeln zu prüfen. Die Entscheidung, was davon richtig ist, bleibt bei der Person, die dafür geradesteht.
Im Projektmanagement ist es genauso. KI kann helfen, Risiken zu sammeln, Berichte vorzubereiten und Kommunikation zu vereinfachen. Sie ersetzt nicht das Gespräch mit dem Stakeholder, das Gespür für Teamdynamiken oder das Urteil in der entscheidenden Projektsituation.
Der Kurs heute
„Projekte mit KI steuern“ ist inzwischen verfügbar. Im Kurs lernst du, KI-Werkzeuge dort einzusetzen, wo sie Zeit für Entscheidungen freimachen, und sie dort wegzulassen, wo sie es nicht tun. Jede Übung prüft Kai, der KI-Lernassistent, gegen ein Raster, das vorher feststeht. Zum Kurs
Du arbeitest selbst in KI-Projekten oder stehst vor ähnlichen Fragen?
Dann freue ich mich auf den Austausch. Ich schreibe regelmäßig aus der Projektpraxis über KI, Agilität und Führung.
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Passender Kurs
Projekte mit KI steuern
KI im Projektalltag, von der Planung bis zum Reporting — neun Module an einem durchgehenden Fallprojekt.
Zum Kurs →
Philip Müller
Trainer und Berater für Projektmanagement, agile Methoden und KI im Projektalltag.
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