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Flow-Efficiency-Rechner

Nimm einen kürzlich abgeschlossenen Vorgang — einen Antrag, eine Änderung, eine Freigabe. Zähl die Tage von der Auslösung bis zum gelieferten Ergebnis. Schätz dann die Stunden echter Arbeit darin. Diese Seite stellt die beiden Zahlen nebeneinander.

  • 2 Eingaben
  • ~1 Minute
  • Ergebnis am Bildschirm
  • Kostenlos
Zuerst: welche Art Tage zählst du?

Der ganze Zeitraum, Warten eingeschlossen: vom Moment der Anforderung bis zum Eintreffen des Ergebnisses.

Arbeitstage

Nur die Zeit, in der wirklich daran gearbeitet wird. Trag Stunden ein: 45 Minuten am Antrag sind 0,75, nicht 45.

Stunden
Was zählt als echte Arbeit?

Lean unterscheidet drei Arten von Zeit: wertschöpfende Arbeit, notwendige nicht wertschöpfende Arbeit (etwa eine gesetzlich verlangte Prüfung) und Verschwendung. Für diesen Rechner zählen die ersten beiden — jede Minute, in der der Vorgang aktiv bearbeitet wird, einschließlich Prüfungen und Freigaben, solange sie tatsächlich stattfinden. Nicht mitzählen: die Zeit, in der der Vorgang liegt — Postfächer, Ticket-Warteschlangen, Sammelläufe, Warten auf einen Termin oder ein Release-Fenster.

Mehrere Personen gleichzeitig. Zähl die verstrichene Bearbeitungszeit einmal, nicht die Summe pro Kopf. Eine Stunde Besprechung mit vier Personen ist hier eine Stunde, nicht vier. Personenstunden blähen die Arbeitsseite auf und können die Durchlaufzeit sogar übersteigen.

Wenn Maschinen arbeiten. Wird der Vorgang tatsächlich verändert — eine Pipeline baut ihn, ein Nachtlauf verarbeitet ihn — ist das Bearbeitungszeit und kein Warten, auch wenn niemand ihn anfasst. Zeit, in der er nur in einer Warteschlange liegt, ist Warten, ob mit Maschine oder ohne. So oder so: einmal entscheiden und bei jedem Vorgang gleich handhaben, sonst sind deine Zahlen untereinander nicht vergleichbar.

Läufe / Jahr

Das Problem zu erkennen ist erst die halbe Strecke

Es zu lösen, ist Gegenstand des Kurses. In DevOps & IT Service Management nehmen wir dasselbe Sechs-Wochen-Beispiel wieder auf und gestalten es Schritt für Schritt um. Oder du bringst deinen eigenen Wertstrom mit, dann verbessern wir den gemeinsam.

Zum Kurs →

Nichts von dem, was du oben eingetragen hast, wird irgendwohin gesendet — der Link öffnet lediglich die Kursseite.

Annahmen der Rechnung: ein Arbeitstag = 8 Arbeitsstunden. Hast du Kalendertage gezählt, werden sie zuvor mit 5÷7 in Arbeitstage umgerechnet (eine Näherung, die Feiertage außer Acht lässt). Einen vollen 24-Stunden-Tag als Wartezeit zu rechnen, sähe dramatischer aus — und wäre unredlich.

Zu Vergleichswerten: Die viel zitierte Regel „5 bis 15 Prozent sind typisch“ ist Erfahrungswissen aus der Praxis und geht auf Vorträge von David J. Anderson zurück, nicht auf eine Studie. Die einzige größere veröffentlichte Messung — 63 Teams über zwölf Monate bei ASOS, erhoben von Nick Brown — fand 9 bis 68 Prozent, im Mittel 35. Es gibt keinen belastbaren Vergleichswert; deshalb vergleicht diese Seite deinen Prozess mit sich selbst statt mit einem Band.

Alles auf dieser Seite ist Arithmetik mit deinen eigenen Zahlen. Nichts wird irgendwohin gesendet.

Flow Efficiency berechnen: Formel, Deutung, Grenzen

Flow Efficiency setzt die Zeit echter Arbeit ins Verhältnis zur gesamten Durchlaufzeit: Arbeitszeit geteilt durch Durchlaufzeit, mal hundert. Braucht ein Vorgang zwanzig Tage und stecken darin sechzehn Stunden Arbeit, sind das bei einem Achtstundentag zwei Arbeitstage — also zehn Prozent.

Die Zahl ist deshalb interessant, weil sie die übliche Blickrichtung umdreht. Wer Durchlaufzeit senken will, beschleunigt meist die Arbeit. Bei zehn Prozent Flow Efficiency liegen aber neunzig Prozent der Zeit im Warten — dort ist der Hebel, und dort schaut selten jemand hin.

Die zwei Eingaben

Durchlaufzeit in Tagen
Von der Auslösung bis zum gelieferten Ergebnis, Kalendertage. Nicht ab dem Moment, in dem jemand angefangen hat — sondern ab dem Moment, in dem die Anforderung existierte.
Echte Arbeitszeit in Stunden
Nur die Stunden, in denen tatsächlich jemand an dem Vorgang gearbeitet hat. Bereitschaft, Zuständigkeit oder ein offenes Ticket zählen nicht.

Häufige Fragen

Wie ist Flow Efficiency definiert?

Arbeitszeit geteilt durch Durchlaufzeit, in Prozent. Die Durchlaufzeit läuft ab dem Zeitpunkt, an dem die Anforderung existierte, nicht ab dem Beginn der Bearbeitung — sonst misst man das Warten aus der Rechnung heraus.

Was ist ein guter Wert?

Darauf gibt es keine belastbare Antwort. Die viel zitierte Regel „5 bis 15 Prozent sind typisch“ ist Erfahrungswissen aus Vorträgen von David J. Anderson, nicht das Ergebnis einer Studie. Die einzige größere veröffentlichte Messung — 63 Teams bei ASOS — fand 9 bis 68 Prozent. Der brauchbare Vergleich ist der eigene Prozess zu einem früheren Zeitpunkt.

Ist ein niedriger Wert schlecht?

Nicht zwangsläufig. Ein niedriger Wert heißt, dass viel Zeit im Warten liegt — das kann an Abhängigkeiten, Freigaben oder Priorisierung liegen und ist manchmal bewusst so gewählt. Die Zahl bewertet nichts, sie zeigt, wo überhaupt zu suchen wäre.

Warum drückt es die Zahl nach unten, wenn ich die Arbeit beschleunige?

Weil der Zähler kleiner wird — bei gleicher Durchlaufzeit sinkt die Flow Efficiency, wenn die Arbeit schneller geht. Genau das ist der Punkt: Wer die Zahl als Zielwert benutzt, optimiert am Ende in die falsche Richtung. Sie ist eine Diagnose, keine Kennzahl fürs Berichtswesen.

Wofür brauche ich das im Projektmanagement?

Als Argument. Die Aussage „wir brauchen mehr Leute“ und die Aussage „neunzig Prozent der Zeit warten wir auf eine Freigabe“ führen zu völlig verschiedenen Maßnahmen — und nur die zweite lässt sich mit einer gemessenen Zahl belegen.

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